Einzugsgebietsbezogene Studien und interkommunale Kooperation

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Veränderungen der Landnutzung und der Bodenbedeckung sowie die Intensivierung oder Extensivierung der Landnutzung verändern das Wasserkreislauf-System und haben potenziell große Auswirkungen auf Überschwemmungen in tiefer gelegenen Gebieten. Stromaufwärts und stromabwärts ausgerichtete Vernetzungen, Interaktion und die Wechselwirkung von Maßnahmen sollten bei der Planung berücksichtigt werden, insbesondere wenn in Siedlungsgebieten Probleme auftreten. Sowohl formelle als auch informelle…

Schaffung von Überschwemmungsbereichen

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Das Hauptziel dieser Gruppe von Maßnahmen ist es, die Umgestaltungs- und Staueffekte bestehender und neu zu erschließender Überschwemmungsgebiete durch Geländeänderungen wie Böschungsabsenkungen, Rückverlegung oder Abriss von Hochwasserschutzdeichen etc. zu verstärken. Dadurch kann das Wasser in den Zeiten erhöhter Wassermengen die Auen überfluten.

Schutz, Sanierung und Verjüngung von Wäldern, insbesondere in Hanglagen

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Wegen ihrer Rückhaltefunktion und weil sie Hänge vor Erosion schützen, reduzieren Wälder den Oberflächenwasserabfluss und Sedimenttransport. Die Forstwirtschaft sollte an die spezifischen Bedürfnisse gefährdeter Objekte am unteren Teil von Hängen angepasst werden. So sollten beispielsweise großflächige Abholzungen vermieden werden. Die Waldzusammensetzung sollte so gestaltet werden, dass ein möglichst hoher Wasserrückhalt erreicht wird. Forstwirtschaftliche Maßnahmen sollten…

Graben- und Muldensysteme zur Ableitung von Oberflächenwasser

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Gräben ermöglichen es, den Oberflächenwasserabfluss schadlos abzufangen, zu versickern und abzuleiten. Sie sollten auf die entsprechend dimensioniert sein, funktionellen Anforderungen genügen und regelmäßig kontrolliert und unterhalten werden. Gräben auf Ackerland werden in der Regel für Flächen vorgeschlagen, auf denen der Platz für die Anlage von Mulden nicht verfügbar ist. Innerhalb des Siedlungsgebietes sind sie Teil…

Sofortige Wiederaufforstung von durch Naturkatastrophen geschädigten Gebieten

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Größere Freiflächen, die z. B. durch Holzernte und Stürme entstehen, sind besonders kritische Bereiche für die Hochwasserentstehung. Die Vermeidung großflächiger Freiflächen – z. B. durch Förderung des Unterstands vor der Holzernte – und die möglichst rasche Schließung von entstandenen Freiflächen können den Abfluss aus hochwassersensitiven Einzugsgebieten spürbar verringern.